Geschichten (Fiktion, Sagen un Overleverungen)
De Geschicht vun'n Frosch to Hohenhameln
Vör dreihundret Johren, as de Sünn in golde Strahlen över de sanften Hüögen von Hohenhameln strichen un de wite Hildesheimer Börde bi den Harz in warmen Licht tauchte, leef dor en fromme Pastor, den'n Namen Schrekker hett. Sien Hus stah op'n Hügel, vun denen man dat wite Land överblicken konnte, Felde, de sik wie en Teppech utspreiten, un Wälder, de sik an'n Horizont verluren.
Een Abends, as de Pastor sien Vorratskammer betreed, bleev de Döör för en Moment op. Twee muntere Frösche, de sik ut de nahen Teiche verirrt hett hedden, hüpften neugierig in. Bi ehrn Sööken no en Versteck kamen se in en grote Milchtopf, de bis to'n Rand mit Milchk voll was. Se platschten rin un fann sich plötzlich in kalter, glatter Tiefe fangen. Keen Ufer, keen Halt – bloots dat wite, endlose Nass.
„Dat is vergebens!“, quakte de eene Frosch. „Wi sünd verlorn. Wi könn ons noch so veel mühen, man et gifft keen Utlöp.“ He lücht sich treiden, gaff up un versank mit'n letzten Blubbern in de Tiefe.
Awer de tweete Frosch lüst nich up. He herinnerte sich an de ole Geschichten, de de Lüüd in de Dörpen vertellt hett hedden – vun denen, de to’n Trotzd aller Widrigkeiten nich upgaven un mit Durchhaltevermögen un Willenskraft ehr Schicksal wenden kunn. So strampelte he, tret mit sien Been, schloeg mit sien lüttje Füöt un kämpfte de ganze Nacht dörch. He dacht an de witen Felde, de sik unner de Morgensünn wie flüssig Gold ausstrecken, an de sanfte Bries, de över de Hüögen von Hohenhameln strichen. He wullt leben, he wullt dis Wält weersehn.
Un as dat erste Licht vun de Morgen über'n Rand vun'n Milchtopf fallt, spürte he plötzlich wat Festes unner sien Füöt. He hett dörch sien unermüdliche Bewegung de Milch to Butter schlagen! Nu hett he festen Grund – en letzte, kräftige Sprung, un he sath op'n Rand vun'n Topf. De Freiheit lag vör em!
Mit en fröhlichen Quak sprang he ut, hüpft to de offene Döör un ut in de Wält, de in de Morgensünn funkelt. He hett lernt, dat Geduld un Beharrlichkeit ok in de tiefsten Nöten Rettung bringen kann – en Weisheit, de sik wie de sanften Hüögen von Hohenhameln över dat Leven sülvst erstreckt.
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De Riese un de Doppelkirchturm von Hohenhameln
Vör langer Tied, as de sanften Hüögen von Hohenhameln noch von Sagen un Legenden dörchzogen worrn sünd, wandert een Reisender op’n "Hohen Weg" gen Süün. Plötzlich öffnete sik vör sien Ogen en Anblick, as he in de Träume fast nich wagen kümmt: De Hildesheimer Börde lag in ehr ganze Pracht vör em, en Mosaik ut blühende Felde, düstre Wälder un in Obstgärten inbetten Dörpen. An’n Horizont erhoben sik majestätisch de Hildesheimer Berge, de dat Farbenspiel vun de Landschaft en würdevollen Rahmen gaven.
Mitten in disse erhabene Szenerie ragte de Doppelturm vun de Hohenhamelner Kark in’n Himmel. Stoltz un würdevoll grüßte he wiet över de Landschaft, sien Spitzen waren wiet sichtbar bis na Hildesheim. Awer nich wiet wech, in Borsum, erhob sik een anner architektonisch Juwel: Der slanke, kunstvoll gestaltete Kirchturm, dessen außergewöhnliche Form allens to jedem Tied Bewunderung oprief. De Bewöner von beiden Dörpen wörrn stolz op ehr Bauwerken, un doch keim in den Herzen vun de Borsumer en Hauch vun Neid op – se wörrn nich willen, dat de Ruhm vun Hohenhameln ehrn eigenen overstrahlt.
So kam’t, dat een Dag en Plan schmiedt worrn is, de dat stolze Doppelturm von Hohenhameln en Ende bereiten schull. Dat Schicksal schickt en Riesen, de dörch Borsum trok. Riesenhaft un vun unermesslicher Kraft, war he bekannt för sien spielerische Freude an Wettstreit. En listige Borsumer treed vör em un sprak mit schmeichelnder Stimm:
„Großer Riese, wi hebbt veel vun dien Stärke hört. Unweit vun uns Dörp ruht en gewaltiger Findling, so swor, dat nich mol vele Pärd den bewegen kunn. Viele glöven nich, dat du den heben kannst. Wüddest du uns nich dat Gegenteil beweise?“
De Riese, ehrt vun disse Herausforderung, lett sich nich lang bitten. Mit Leichtigkeit hefft he den Steen op, doch bevör he den werfen konnte, fragte he: „Wohin schlüddere ik den?“ De Borsumer deutete mit verstohlenem Lächeln gen Hohenhameln: „Dor, op diesen Doppelturm, üm den uns Dörp sik rühmt.“
De Riese spannte sien gewaltige Arme un schlüdderte den Felsen mit unbändiger Kraft gen Himmel. Mit donderndem Getöse sauste den Steen dörch de Lüfte, dem ehrwürdigen Bauwerk entgege. Doch ob dor dörch göttliche Füügung oder dat Glück vun de Hohenhamelner – den Steen verfehlt sien Ziel um Haaresbreite.
He schoss zwischen de Türme dörch, streifte leicht de Spitze vun’n eene un krachte op de annern Siet mit’n dumpfen Grollen to’n Boden.
De Hohenhamelner atmeten op, ehr stolzes Wahrzeichen was gerettet! Sünj Jör efter stahn de Türme unerschütterlich, doch wer genau hinsäht, erkennt, dat een Spitze en bietje niedriger is as de anner – en stummer Zeuge vun jener wundersamen Begebenheit. Un de Riesensteen? He lag noch vele Jör an sien Platz, bis he een Dag spurloos verschwunden is. Ob de Erde em verschlukt hat oder een anner Macht em forttrug – niemand weet, wo he hin is.
Hüt is op’n Hohenhamelner „Zimmerplatz“ en Kunstwerk, dat an den Steinewerfer erinnert.
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De Sage vun de Hohenhamelner Türme as Stiefelknecht
Vör langer Tied, as de sanften Hüögen von Hohenhameln noch von Sagen un Legenden dörchzogen worrn sünd, wandert en gewaltiger Riese op sien langen Weg vun’n Harz to Hämelerwald. Mit jedem Schritt beebte de Erde ünner sien swore Stiefeln, in denen sich mit de Tied Steene un Erde sammelten hadden. Anfangs bemerkte he dat Drücken fast nich, awer as he de Höögen vun Hohenhameln erreech, worr dat unerträglich. Seufzend hielt he an un kiekte sich üm.
Vor em erstreckte sich de Hildesheimer Börde in ehr ganze Pracht, en Mosaik ut blühende Felde, düstre Wälder un in Obstgärten inbetten Dörpen. An’n Horizont erhoben sich majestätisch de Hildesheimer Berge, de dat Farbenspiel vun de Landschaft en würdevollen Rahmen gaven. Doch wat dem Riesen besonders in’t Oog fiel, war de hoch opragende Doppelturm vun de Hohenhamelner Kark. "Een ausgezeichneten Stiefelknecht!", brummte he zufrieden.
De Bewöner von Hohenhameln, de gerade ehrn Dagwerk nahgahn, hielten abrupt an, as de Riese näher treed. En gewaltigen Schatt legde sich över dat Dörp, as he vorsichtig een Fuß gegen den Kirchturm stemmte un sich sien ersten Stiefel entledigte. En schauriges Stöhnen gung dörch de Menge, as een unerträglichen Geruch dörch de Straten trok. Entsetzt hielten sich de Lüüd de Nasen to un flogen in ehr Häuser, während de Riese ok den zweiten Stiefel afstreifte.
Erleichtert seufzte de Riese op, schüttelte sien Stiefel kräftig ut un laat de darin gesammelte Erde un de kleinen Steene achtlos op’n Boden zurück. Zufrieden trok he sich de Stiefel wieder an, nahm sien Wanderung to Hämelerwald wieder up un verschwunden bald in de Ferne.
As de Hohenhamelner vorsichtig ut ehr Häuser treeten, trauten se ehrn Oogen kaum. Dor, wo de Riese sien Stiefel ausgeschüttelt hatte, was de Boden opgetürmt worrn. Hohenhameln lag nu op en sanften, fruchtbaren Hügel – ut Erde, de de Riese ut fernen Ländern mitbringt hatte. Bald darna merkten de Bauern, dat disse Erde riker was as jede anner in de Region. De Felde drogen prächtige Ernten, un dat Land worr to’n besten Ackerboden wiet un breed.
So kam’t, dat Hohenhameln nich nur dörch sien stolze Türme bekannt worrn is, sondern ok för sien außergewöhnliche Fruchtbarkeit – een Geschenk, dat he dat müde Riese to verdanken had, de sich hier einst sien drückende Stiefel entledigt hatte.
(aufgeschrieven von Uwe Könneker na eene Ümmenung von sien Großtante Helmi Freers)
Annere Sagen un Geschichten
Dat gifft noch veel mehr Sagen un Geschichten vun Hohenhameln, veel dorvun sünd ok ganz schön vördragen op
Youtube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLF977uLkWIyvZidpYkKhSR6yPkOCW0EaZ