Frivillige Füerwehr Hohenhameln
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An’n 22. November 1881 is de Frivillige Füerwehr Hohenhameln offiziell grünnt worrn. Disse Dag weer en wichtig Steed in de Utwickeln vun’n Brandschutz in de Gegenn, denn to disse Tiet hett dat in vele Dörpen noch keen richtige Füerwehren geven, un de Brandschutz weer meistens von Frivilligen un dorpenlüüdsche Initativen regelt worrn.
Frivillige Füerwehr Hohenhameln – Över 140 Johr in’n Deenst för Minsch un Gemeenschopp
De Frivillige Füerwehr Hohenhameln is an’n 22. November 1881 grünnt worrn – ut’n diepe Verstahn dorvör, in Not un Gefahr anner Lüüd to helpen, ganz ohne an sick sülven to denken. Siet mehr as een Johrhunnert sett sik hier Fruunslüüd un Mannslüüd in för dat Wohl vun de Lüüd un för den Schutz vun’t Dörp.
All gau na de Gründung hett de Wehr de Gemeenspütt övernahmen, un ünner de Leedung vun Carl Gieseke hett de dokumentieren vun de Arbeit in Mai 1882 anfungen. De Kommandanten hebbt mit de Johrn wesselt, aver de Geist vun de Füerwehr – de Wille, Leven to retten un Eegentum to schützen – is immer baven bleven.
De Techniek hett sik mit de Tiet verändert, un dat hett sik ok bi de Utstatter vun de Wehr wiest: vun en Schievleider op Autoachsen in de 1950er Johrn, över moderne Löschewagens un Atemschutzgeräte, bit to spezialisierte Einsatzfahrzeugs mit hydraulsche Rettungstechniek. De Füerwehr hett sik allens, wat de Tiet verlangt hett, anpasst un sik stetig professionaliseert.
Een traurig Kapitel in de Geschicht vun de Wehr weer de Dood vun de Kameraden Hartmut Oelkers un Otto Oskar Könneker an’n 10. August 1975 bi de Waldbrandbekämpfung bi Meinersen. Hür Opferbereitschaft steiht as Symbol för dat mutige un selbstlose Handeln vun all de Lüüd in de Füerwehr. Noch hüüt erinnert een Gedenkstätte an hür Insatz.
Die ersten Jahre nach der Gründung:
Nebb hür ständige Bereitschaft to'n Insatz hett de Füerwehr ok allens tohopen en sterke Gemeenschopp wiest: Jubiläen as dat 75-, 100- un 125-jährig Bestehn sünd mit veel Wüürdigkeet fiert worrn – mit Wettstrieten, Groot Zapfenstreich un Festakts, de dat Ehrenamt richtig in’t Licht sett hebbt.
Mit'n Bau vun moderne Füerwehrhüüs, de Inführung vun Funkalarmierung, de Inbunnen in de Kreisfüerwehrbereitschaft un de Deelnehm an Katastropheneinsätzen – so as bi de Elbehochwasser 2002 un 2006 – hett de Frivillige Füerwehr Hohenhameln immer wedder wiest, wat se leiste kann – ok wiet över dat Dörp henut.
De Geschicht vun de Füerwehr is een Geschicht vun Tohollen, Techniek un den unerschütterlichen Deenst an’n Nächsten. Se is en Beispiel för dat lebendige Ehrenamt op’n Land – drogen vun Generationen, de den Mut hatt hebbt, Verantwortung to övernehmen.
Waterstellen, Dörppütten un Brunnens
To dat 100-jährig Jubiläum in’t Johr 1982 hett Karl Bähre de Waterstellen, Dörppütten un Brunnens in Hohenhameln beschrieven.


Vertellseln un lüüd mit Charakter::
Heinrich Niemann – Kröger, Peerdhändler un Füerwehrchef mit Takt (in dubbelten Sinn)
Wer Heinrich Niemann kannte, wuss glieks: De Mann hett mehr Zügel in de Hand as blot de von sien Peerds. As Kröger in dat Huus, wat hüüt as Gastwirtschaft Kammer oder Achillion bekannt is, un mit Leidenschaft Peerdhändler, hett he dat fein Gespöör mitbröcht, ok de Hohenhamelner Füerwehr in Schwung to holn – un dat allens mit en leevt Lächeln un en fasten Handdruck.
Mit en fein Geföhl för Lüüd un noch mehr för Geselligkeit hett he de Wehr wie en Dirigent sien Kapell führt. Un genau dat hett he mit sien bekannt Sätz op’n Punkt bröcht:
„De Kapell is de Kit, de mien Wehr tosamenhöllt.“
Heinrich wuss: En Marsch för de Üben is good – aver en Marsch mit Musik is beter. För heem weer klor: Keen Füerwehrfest, keen Utmarsch un keen Bierflaske sünd richtig richtig ohne den Takt vun de dorpen Kapell.
Sien Mischen ut Gastfründlichkeit, Verhandlungsgeschick un en gesunden Portioun Humor hett Heinrich Niemann to en echten Original in de Hohenhamelner Füerwehr-Historie maakt – een, de wuss: Kameradschaft funkscheneert am besten mit en Fass Bier, en flotten Marsch un en fasten Klaps op de Schuller.
De Unerschrocken Otto Freers un Walter Pfriem
Wenn in Hohenhameln „Füer!“ ropen worrn is, weer Otto Freers meist schneller up’t Dach as de Röök. As gelernter Zimmermann kannte he nich blot jede Dachlatte bi’n Vörnaam, he weer ok ganz un gor nich schwindelig – man kunn heem wohl op de Karkenspieker stellen, un he hätt dor noch en Steen rechtleggt, wielt he sik en Zigarett dreihn hett.
Bi’n Einsatz weer Otto nich to stoppen. Legendär is sien Optritt bi’n Huusbrand, as he – allens in’t Obergesschoß ankamen – ut’t Finster röppt:
„Gah dor wech!“
De Lüüd dacht, nu bringt he veellicht en Kinn, en Katt oder tominnst en Blomenvas. Aver nee – dat weer en grote Steenpott mit Zwetschgenmus, de mit voller Kracht op’t Padd smitt worrn is un sik in en klebrig-süßen Inferno in all Richtungen verdeelt hett. Hohenhameln hett noch Daag na’t Kompott röökt.
Un weil een dacht, dat kann man besser maken, hett man bi den nächsten Grootbrand, op’n Schasseschen Grundstück in de Marktstraat (hüüt Heinzelmann), versöcht, dat ordenlich an to gah. Dor leevt ok de Kleinbahnbeamte Karl Koch un en Reeg Gläser mit Inmaak. Unten hett man fix en Fangreihe maakt, üm de Gläser to retten. Theoretisch een gute Idee – praktisch wörrn de Gläser so fix schmissen, wohl mit de Präzision vun’n Handgranatenwerper, dat de Fanglüüd bald afseggt hebbt. So sünd Marmelad, Gürk un Kompott in en fruchtig-säftigen Crescendo op’n Grund klatscht. En kulinarisches Drama historisch Ausmaat.
Un mittenmang: Karl Koch. Sien Mööbel sünd heil rutbracht worrn, aver de Mann hett bitterlich weent – denn sien Gebiss weer noch in de Kök.
To Glück weer ok Walter Pfriem dor, en beherzter Kamerad, de sülven vör brennende Köken un „beißige“ Inmaakgläser nich terugschrackt. Ganz ohne Tööven is he dor in’t Finster rin, hett tüschen Qualm un Konfitür söcht – un ja, he hett dat so sehr begehrte Gebiss funnen! Mit fester Hand hett he Tannen un Minsch wedder tosamen bröcht. Hohenhameln hett jubelt, Karl Koch hett wedder fast tobißt – allens weer wedder good.
Wilhelm Busse senior – vörchten, achtet un nich verlegen üm en kernigen Ton
In de Reeg vun de Hohenhamelner Füerwehr weer Wilhelm Busse senior en echte Institution – un zwar een, de man mit en gesunden Respekt (un veellicht en lütt beten Afstand) begegenen schull. Wer sien Slauch nich fix genoeg uprollt oder den Slauchwagen en beten to locker schob, de mutt mit een vun sien berüchtigten „fründlichen Klarstellen“ rechnen.
Keen Wunner, dat dat unner de Füerwehrlüüd bald heten hett:
„Wenn de ole Busse kummt – Deckung!“
Aver achter den rauhen Ton stunn echte Leidenschaft: Wilhelm Busse senior weer mit Hart un Seel dorbi – verlässlig, mit Ehrgeiz un allens mit’n Blick för dat große Ganze. Ohne heem wören manch Einsatz woll chaotischer aflopen – un veel weniger diszipliniert.
Unvergäten blifft ok sien Söhn, Wilhelm Busse junior, de sien Vadder in Tatenkraft un Hingabe in nix nahstahn hett. Leider wörr sien Weg abrupt ünnerbraken: 1958 is he tragisch na en Unfall verstorven – en Verlust, de de hele Wehr dörschüttelt hett. Aver sien Arbeit un sien Einsatz för de Gemeenschopp leeft vör – in de Erinnerungen vun de Kameraden.
Vadder un Söhn Busse – twee Namen, de man nich trennen kann vun de Geschicht vun de Hohenhamelner Füerwehr, ob mit strengem Blick oder as stilles Vörbild.