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Hof Köhler (heute im Besitz von Heidland)

Der Brunnen auf dem ehemaligen Hof Köhler in Hohenhameln, der heute im Besitz der Familie Heidland ist, hat eine lange Geschichte und wird auch heute noch aus dem großen Brunnen an der Hohen Straße gespeist, der sich auf dem Grundstück der Familie Ahrens befindet. Der Brunnen an der Hohen Straße wird wiederum über einen unterirdischen Gang von einem Brunnen nördlich der Bundesstraße 494 gespeist (Gebert, Haus Nr. 36). Durch den begehbaren Gang floss der Überlauf des Brunnens zur Hohen Straße. Der Gang wurde aber bei Bauarbeiten (damals für Ausstellungsraum Autohaus Wernecke ) beschädigt und ist heute nicht mehr von Personen passierbar. Insgesamt verläuft die Wasserader, die das Dorf versorgt, oberhalb des Ortes und speiste einst mehrere Brunnen im Dorf, darunter auch den bei Arthur Bähre am Bierberger Tor (heutiger Eigentümer: Steven Endorf).

 

Heute wird der Brunnen hauptsächlich von der Spritzgemeinschaft der Landwirte genutzt, die ihn zur Wasserversorgung für landwirtschaftliche Geräte und Felder heranziehen. Damit bleibt der Brunnen ein wichtiger Bestandteil der dörflichen Infrastruktur.

 

Ein historisches Ereignis rund um diesen Brunnen fand in den 1960er Jahren statt: Um die Ergiebigkeit des Brunnens zu testen, pumpte die Feuerwehr den Brunnen leer. Dabei stieß man auf eine Überraschung: In dem Brunnen wurden Waffen gefunden, die offenbar nach dem Ersten Weltkrieg dort versenkt worden waren, um sie vor Entdeckung oder Beschlagnahmung zu schützen. Unter den gefundenen Waffen befand sich auch eine Pistole der Fa. Colt, noch gut erhalten und voll funktionstüchtig. 

 

Otto Köhler, der auch Jäger ist, hat sie angemeldet und nutzt sie heute noch im jagdlichen Einsatz. Die gefundenen Blankwaffen, wie Säbel, Bajonette usw. waren aufgrund der jahrelangen Lagerung im Wasser stark verrostet und nicht mehr verwendbar.

 

Dieser Brunnen ist somit nicht nur ein Symbol für die langjährige Wasserversorgung im Dorf, sondern auch ein interessantes Zeugnis der historischen Umbrüche im 20. Jahrhundert.

 

Der heutige Hof Heidland wurde 1970 durch Heinrich Heidland mit Hilfe der katholischen Kirche von Karl Köhler gekauft. Karl Köhler siedelte mit seiner Familie in die Heide bei Schneverdingen

 

Disse Born is nich alleen en Symbol för de lange Waterförsorgung in’t Dörp, man ok en interessant Teken för de historischen Umbrüche in’t 20. Johrhunnert.

 

De hütige Heidland-Hof weer 1970 vun Heinrich Heidland mit Hülp vun de katholische Kark vun Karl Köhler köfft. Karl Köhler is mit sien Familie in de Heide bi Schneverdingen översett.