Im Raum Hohenhameln gibt es eine auffällige Häufung mittelalterlicher Rechtsdenkmäler, darunter Sühnesteine, Kreuzsteine und Scheibenkreuze. Diese dienten der Sühne für Mordtaten oder erinnerten an Unglücke und waren Teil eines Rechtsverständnisses, das Blutrache durch Sühneverträge ersetzte. Besonders viele dieser Steine finden sich im Kreis Peine, darunter mehrere Exemplare in Hohenhameln, Soßmar und Bierbergen. Einige wurden in Kirchenmauern integriert oder nachträglich auf Kirchhöfe versetzt. Ein bedeutendes Fundstück ist ein restaurierter Kreuzstein in Harber. Solche Steine dienten nicht nur der Erinnerung an Verbrechen, sondern auch als Andachtsbilder oder Grenzmarkierungen, oft mit dazugehörigen Sagen und Ritualen.
Für weitere Details siehe: https://www.myheimat.de/peine/c-kultur/suehnesteine-hohenhameln-morbide-grusel-boten-des-mittelalters_a2563410