Heimatverein Hohenhameln e.V.
Vergangene Veranstaltungen:
Wanderung entlang der Aue am 9. Mai 2026
Am 9. Mai hatte der Heimatverein Hohenhameln zu einer Wanderung entlang der Aue
eingeladen. Gemeindeheimatpfleger Karl-Heinz Heineke war gebeten worden, die Teil-
nehmer über die Entstehung der Aue zwischen Ohlum und Rötzum zu informieren. Sie
geht aus einer Reihe von Gräben hervor, die sich zwischen Ohlum und Rötzum zur Aue
vereinigen. Eine Quelle gibt es nicht. In Folge trocknen die Gräben im Sommer häufig
aus. Vor Beginn der Tour ging es zunächst zum Bullenstall. Dort wartete Landwirt
Karsten Bosse aus Hohenhameln, um den Betrieb der "Ackerkrume GmbH & Co KG" zu zeigen. Derzeit
befinden sich 244 Bullen in den Boxen. Er ging gezielt auf die Verfahren zur Aufzucht,
Fütterung und das Tierwohl ein. Die Teilnehmer waren von den betrieblichen Abläufen
und den technischen Möglichkeiten des Stalles sowie vom „Bayrisch Fleckvieh“ sichtlich
beeindruckt.
Abb. 1 Landwirt Karsten Bosse (Mitte) spricht zu den Teilnehmern
Anschließend ging es die Aue entlang bis ins 3 km entfernte Equord. An verschiedenen
Stationen referierte Heineke über den Verlauf der Aue. So mündet ein weiterer Graben,
der das Oberflächenwasser von Hohenhameln aufnimmt, ca. 400 m ostwärts der Land-
straße Ohlum - Rötzum in die Aue. Sie durchquert seit jeher ein Niederungsgebiet, das
von Weiden, Hecken und Erlen umsäumt ist. Früher befand sich hier der weitläufige
Ohlumer Pfingstanger, die Schafwäsche, der Rischpfuhl sowie der Osterteich. Daneben
konnte Heineke anhand einer Karte, die 1826/27 erstellt worden war, auf die Lage der
Rauhe- und Gohwiese eingehen, die heute überwiegend als Ackerland genutzt werden.
Durch beide Wiesen führte der Holzweg von Ohlum zum Hämelerwald.
Abb. 2 An der Aue bei Equord. Sie fließt durch Burgdorf und verzweigt sich nördlich
von Obershagen in die Neue und Alte Aue. Letztere mündet nach 47,8 km in
den Fuhsekanal.
Dass die Aue früher immer wieder über das Ufer trat, ist historisch bezeugt. So baten
Equord und Mehrum schon in den Jahren 1791/92 um Hilfe bei der Aufräumung der
Aue zur Vermeidung von Überschwemmungen. Es gab auch Streit um Hude und Weide
unter den Dörfern. Dies kann in der Buchausgabe „Dorf und Markt Hohenhameln“ von
1988 nachverfolgt werden. Die Teilnehmer nahmen eine Fülle von Eindrücken mit.
Unterwegs konnte man auch Fasane, Rehe und Hasen beobachten. Dies alles vor
heimischer Kulisse.
Karl-Heinz Heineke, Gemeindeheimatpfleger




